Hm naja. Bisher war kein wirkliches Highlight dabei. War beim Neurologen, soll nun Ergotherapie machen. Bin sehr gespannt was das wird. Mit Arbeit telefoniert. Muss ich am Montag dann noch mal. Auch das große Anspannung. Zu Hause versteht mich mal wieder keiner und es werden immer die selben Ansprüche an mich gestellt. Verstehen die nicht, dass ich sie nicht erfüllen KANN?!

Es tut weh, sich nach so langer Zeit immer noch erklären zu müssen. Als ob ich mir nicht selber immer wieder die gleichen Fragen stellen würde. Kann keiner sehen, dass ich in etwas gefangen bin, was ich nicht verstehe und nicht haben will. Ich kann die Depression immer noch nicht wirklich annehmen. Auch wenn ich rational weiß wie sehr ich mir damit im Weg stehe. Aber was soll ich machen? Ich bin jahrzehnte lang auf Leistung konditioniert. Das fällt nicht so einfach von einem ab. Und ich kämpfe wirklich. Gegen die Krankheit und gegen mein altes Leben. Aber es sind so viele Scherben, die muss ich erstmal alle auffegen...

11.11.11 16:23

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lia / Website (11.11.11 19:54)
Es tut mir wirklich leid, wie es dir geht und dass deine Familie nicht versteht, wie sehr du selbst unter der Krankheit leidest und wie wenig du sie selbst haben willst. Beziehungsweise, was sie mit dir macht. Ich war erst vor kurzem auf einer Depressionsstation und ich habe dort sehr viele, sehr nette Menschen kennen gelernt, die all diese Gefühle, die du beschreibst kennen. Ich war dort länger als die meisten anderen und ich habe viele Mitpatienten kommen und gehen sehen. Und seitdem glaube ich wieder daran, dass man von Depressionen geheilt werden kann. Natürlich waren sie nicht komplett gesund, als sie entlassen wurden, aber ihre Verfassung am ersten Tag im Vergleich zu ihrer Verfassung am letzten Tag, da lagen Welten dazwischen. Sie hatten einen komplett anderen Blick, eine ganz andere Körperhaltung, eine andere Stimme, andere Bewegungsabläufe. Sie hatten wieder Hoffnung und eine Perspektive. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass eine Depression eine Krankheit ist, die genauso kommen, wie auch wieder gehen kann. Was sie mit dir macht, was sie dich zwingt zu machen, das bist nicht du. Das ist die Krankheit und von dieser Krankheit kannst du geheilt werden. Und das wünsche ich dir so sehr!

Liebe Grüße,
lia

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